Gedankenkarussell stoppen und wieder bei dir ankommen

Warum sich Gedanken im Kreis drehen

Genauso vielfältig, wie jeder Mensch den Fokus bzw. die Prioritäten in seinem Leben gesetzt hat, genauso vielfältig sind die Gründe für innere Unruhe, kreisende Gedanken und dieses Gefühl, wie in einer Waschmaschine herumgeschleudert zu werden.

Vielleicht kommt dir eines davon bekannt vor:

  • Du willst ein Problem lösen.

  • Du musst eine Entscheidung treffen.

  • Du möchtest einer Sache auf den Grund gehen.

  • Dich quälen Sorgen.

  • Du fragst dich, wie du das alles schaffen sollst.

  • Du überlegst, was du morgen alles erledigen musst.

  • Du möchtest eine Idee oder ein Projekt umsetzen und überlegst, an was du noch alles denken musst.

  • Du zerpflückst ein Erlebnis und fragst dich, was du anders hättest machen können.

  • usw.

Du suchst gerade nach einer raschen Abhilfe,

weil der Lärm in deinem Kopf dich vom Einschlafen abhält oder dich sogar aus dem Schlaf geholt hat?

Dann kannst du hier direkt zu einem Beitrag springen,

der dir einen kleinen "Erste-Hilfe-Koffer" für diese Situation bereitstellt.

Es ist völlig normal, dass heutzutage viele Menschen in ihrem Kopf einen kleinen Rummelplatz – und im Speziellen ein Gedankenkarussell – vorfinden.

Warum?

Nun, die Spezies Mensch hat sich weitgehend zu einem Leistungs- und Verstandesmenschen entwickelt. Dies hat dazu geführt, dass wir die Verbindung zu unserer Seele und unserem Herzen vernachlässigt haben.

Dem Verstand haben wir eine mächtige Position eingeräumt, mit der er überfordert ist. Und er möchte die Kontrolle haben.

Wie oft wird jemand als Kontrollfreak bezeichnet? Ich muss zugeben, ich habe mir selbst auch schon oft den Zusatznamen „Kontrolletti“ gegeben.

Im Grunde ist es unser Verstand und unser Überlebensinstinkt, der sich jederzeit in Sicherheit wiegen möchte. Und dafür glaubt er, die Kontrolle zu haben, wenn er nur alles erklären, nachvollziehen, verstehen, abwiegen und berechnen kann.

Wir haben in uns zwei Druckzentren

Ich beziehe mich hier auf das Human Design-System, weil es diesen Zusammenhang für mich sehr gut und nachvollziehbar beschreibt.

Das Wurzel-Zentrum ist für den Antrieb zuständig, etwas umzusetzen, und kann uns schon einmal in Stress versetzen. Die Hintergründe dafür, was in uns Druck oder Adrenalin auslöst, können unterschiedlich sein.

Und das andere Druckzentrum ist unser Kopf-Zentrum – der mentale Druck.

Die beiden sind im Grunde nur scheinbar getrennt. In unserem Körpersystem spielen jedoch alle Zentren zusammen.

Wir möchten uns hier jedoch dem mentalen Druck widmen.

Was läuft hier auf physischer und psychischer Ebene ab?

Unser Verstand ist meist permanent am Arbeiten.

Man könnte sich das als Bild folgendermaßen vorstellen:

Der Verstand ist wie ein Bibliothekar oder Archivar, der eines von vier Gehirnarealen als Arbeitsplatz verwaltet. Was so gesehen sehr praktisch und hilfreich ist.

Zum Problem für das ganze System Mensch wird er erst dann, wenn er glaubt, der Chef über alles zu sein.

Und wenn er glaubt, nur lange genug im Archiv suchen zu müssen, um die Antworten oder Erklärungen zu finden, nach denen der Mensch sucht.

Genau hier liegt die Falle.

Denn was befindet sich in diesem Archiv?

Alles bisher abgespeicherte Wissen, Erfahrungen, Erlebnisse und Erinnerungen.

Also alles aus der Vergangenheit.

Gleichzeitig befinden sich auf derselben Gehirnhälfte – der linken – in einem separaten Areal die abgespeicherten Emotionen, die mit diesen rationalen Inhalten einhergehen.

Am „beliebtesten“ davon sind Ängste, die dann gerne aus der Vergangenheit in die Zukunft projiziert werden.

Sobald – aus welchem Grund auch immer – das Gedankenkarussell startet, entsteht ein mentaler Druck.

Schon Gedanken und Sätze, die folgende Worte beinhalten – sollte, hätte, müsste, muss, unbedingt, warum und Ähnliches – können Druckauslöser sein.

Damit einher gehen oft Überwältigung, Zweifel und Verwirrung.

Und als Folgeerscheinungen im Körper können allgemeine innere Unruhe, Nervosität, flache Atmung und Anspannung auftreten.

Wie jeder Druck löst auch dieser in uns das natürliche Verlangen aus, den Druck wieder loszuwerden.

Das „Loswerden-Wollen“ setzt sich jedoch auch gleich mit auf das Karussell und macht dadurch den mentalen Druck noch größer.

Du bist nicht deine Gedanken

Das vielleicht größte und gleichzeitig einfachste Geheimnis ist folgende Erkenntnis:

DU bist nicht deine Gedanken. Du bist deren Beobachter.

Es ist der Bibliothekar, der einfach im Archiv herumrennt, um endlich die passende Antwort zu finden.

Deine Identifikation mit den Gedanken – also wenn du meinst, du bist dein Verstand bzw. deine Gedanken – löst meist die Überwältigung aus.

Du als deren Beobachter jedoch kannst dich davon distanzieren.

Du bist ihnen nicht hilflos ausgeliefert.

Du bist der Karussell-Betreiber – aber nicht das Karussell!

Als losgelöster Beobachter – als Karussell-Betreiber – drückst du daher gleich einmal die „Stopp-Taste“.

So durchbrichst du den Kreislauf und kannst beobachten, welche Gedanken gerade da sind und über welche es tatsächlich wert ist, nachzudenken.

So kommst du aus dem Gedankenkarussell heraus

Die wahrscheinlich unangenehmste Zeit ist, wenn dich das Geplapper im Kopf beim Einschlafen hindert oder dich sogar mitten in der Nacht aus dem Schlaf holt.

Wenn du dich gerade in einem nächtlichen Gedankenkarussell befindest,

habe ich dazu einen eigenen Beitrag mit weiteren konkreten Übungen für dich zusammengestellt -

Grundsätzlich hast du natürlich jede Menge Möglichkeiten, aus dem mentalen Druck auszusteigen. Hier sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Gleich nachdem du die „Stopp-Taste“ gedrückt hast, nimmst du ein paar tiefe Atemzüge, bis sich ein Gefühl von Ruhe und Entspannung einstellt.

Wenn du magst, lege dabei eine Hand auf dein Herz und eine Hand auf deinen unteren Bauchbereich.

Indem du die Verbindung zu deinem Herzen herstellst, kannst du gleichzeitig in die Verbindung und in das Vertrauen zu deiner inneren, göttlichen Führung kommen.

Und die tiefe Atmung in deinen Bauch kann in dir ein Gefühl von Sicherheit auslösen.

Atme tief ein, als würdest du an einer Blume riechen, und atme tief aus, als würdest du eine Kerze ausblasen.

Sind es tatsächlich meine Gedanken oder habe ich sie übernommen?

Wenn dich das Thema, um das deine Gedanken kreisen, überrascht oder verwirrt, frage dich:

Sind es tatsächlich meine Gedanken oder habe ich sie übernommen?

Vielleicht hat dir jemand etwas erzählt.

Oder du denkst an eine Freundin, der es gerade nicht so gut geht.

Du übernimmst so vielleicht unbewusst Probleme, die du lösen möchtest, die jedoch gar nicht deine sind.

Wenn bei dieser Frage intuitiv das Gefühl oder der Impuls hochkommt, dass du sie übernommen hast, überlege nicht, von wem du etwas übernommen hast.

Und auch wenn dir sofort jemand einfällt, halte nicht daran fest.

Denn die Gedanken könnten mittlerweile bereits ein Gedanken-Hopping unternommen haben.

Der ursprüngliche Gedankenschöpfer ist vielleicht jemand, den du gar nicht kennst.

Oder du hast dich einfach in einen kollektiven Gedankenkreisel eingeklinkt.

Es gibt immer wieder Themen, die viele Menschen auf der Welt gleichzeitig mental beschäftigen.

Es reicht also, einfach den Impuls oder das Gefühl zu haben, dass du sie übernommen hast.

Wenn dem so ist, dann sende die Gedanken geistig an den Absender zurück und lege noch Bewusstsein bei:

„Zurück an den Absender – mit Bewusstsein beigelegt.“ - Wiederhole es dreimal. *)

Du fragst dich jetzt vielleicht, was das bedeutet und warum das funktionieren soll.

Kurz erläutert:

Unsere mentale und geistige Tätigkeit beruht auf Schwingung und Frequenz, also auf Energie.

Und Energie kennt keine Grenzen. Alles ist miteinander verbunden.

Dass wir Bewusstsein beilegen, ist eine mitfühlende Geste. Denn so kann sich der ursprüngliche Absender vielleicht leichter damit beschäftigen und seine Themen lösen.

Vorausgesetzt, er ist offen dafür.

Aber das ist nicht deine Verantwortung.

Passend dazu lade ich dich gerne zu dieser kurzen innere Reise ein -

Aktiviere deinen "Herz-Button" - Verbunden sein auf Knopfdruck

Gleich hier 🎧 anhören:

🔊 oder auf allen gängigen Podcast-Plattformen

Welche Gedanken beschäftigen dich gerade?

Wenn du jedoch erkennst, dass diese Gedanken dich und dein Leben betreffen, kannst du wie folgt weitergehen.

Stelle dir vorab diese kurzen Fragen. Sie können dir helfen zu erkennen, ob du dich jetzt näher damit beschäftigen solltest oder möchtest:

  • Möchten mich diese Gedanken von etwas ablenken?

  • Kann ich jetzt etwas damit tun?

  • Muss ich das wirklich jetzt lösen?

  • Hilft mir dieser Gedanke jetzt weiter?

Je nachdem, wie du diese Fragen beantwortest, kannst du nun entscheiden, ob du einfach aussteigen oder dich näher mit dem Thema beschäftigen möchtest.

Einfach aussteigen - wenn du gerade Abstand brauchst

  • Gedanken und/oder Impulse stichwortartig auf Papier bringen oder auf deinem Handy als Sprachmemo speichern.

    Das kann Erleichterung bringen. Denn sonst sorgst du dich vielleicht, dass du etwas vergisst.

  • Lachen - eine lustige Geschichte lesen oder ein lustiges Kurzvideo ansehen.

  • In die Ruhe gehen - z.B. mit einer kurzen inneren Entspannungsreise.

  • Ein Natur- oder Tiervideo ansehen, das beruhigend oder herzöffnend wirkt.

  • Etwas anderes machen - z.B. lesen, etwas aussortieren, ein Puzzle legen.

  • In Bewegung gehen - z.B. tanzen, singen, hüpfen, staubsaugen, spazieren gehen, einkaufen.

  • Mit einer Person deines Vertrauens sprechen - die zuhört, keine Antworten gibt sondern

    Fragen stellt.

Ein kleiner Side-Step: Manchmal hilft Gesellschaft

Es mag jetzt paradox klingen: Wenn du ein Thema im Kopf hin- und her wälzt, kann es manchmal hilfreich sein, dich an einen Ort zu begeben, an dem viele Menschen sind.

Wie wir schon wissen, drängt ein mentaler Druck zum Ausdruck.

Jetzt kommt wieder ein kurzer Auszug aus dem Human Design-System:

Man geht davon aus, dass ca. 70 % der Menschen ein undefiniertes Kopf-Zentrum haben. Das bedeutet, dass es keinen direkten Energiestrom zu den darunterliegenden Zentren gibt.

Das führt dann oft dazu, dass man im eigenen mentalen Monolog verloren gehen kann.

Als Bild fällt mir dazu ein Kreisverkehr ein, dessen Ausfahrtsstraßen blockiert sind.

Durch den Kontakt mit anderen Menschen vermischt sich unsere Energie.

Daher ist hier die Chance groß, dass sich plötzlich (Energie-)Bahnen schließen, die dem Datenstrom erlauben, aus dem Stocken wieder ins Fließen zu kommen.

Wenn du deine Gedanken genauer anschauen möchtest

Aufgeschriebene Gedanken sortieren oder bereinigen:

  • In welchen Bereich deines Lebens gehören sie? - Beziehung, Job, Familie, Finanzen ...

  • Was davon hat gerade Priorität?

  • Was davon ist nicht wichtig? - Diese kannst du gleich von deiner Liste streichen.

Der fiktive Konferenztisch

Du als Beobachter setzt dich mit deinem Verstand an einen fiktiven Konferenztisch und findest heraus, warum er gerade deine gesamte Aufmerksamkeit für sich beansprucht.

Wir können uns gerne noch ein paar Themen, die möglicherweise deinen Verstand beschäftigen, etwas näher ansehen.Bahnen schließen, die dem Datenstrom erlauben, aus dem Stocken wieder ins Fließen zu kommen.

Wenn es um eine Entscheidung geht

Als Entscheidungsträger ist dein Verstand überfordert.

Du überträgst ihm hier eine Verantwortung, für die er nicht die Kompetenz hat.

Abgesehen davon kann er nur auf das Archiv des bisherigen Wissens und vergangener Erfahrungen zugreifen. Für eine aktuelle, neue Situation findet er dort meist keine passenden Vergleichswerte.

Da man jedoch den mentalen Druck schnell loswerden möchte, kann das dazu führen, dass man vorschnell eine Entscheidung trifft, die man später, wenn man wieder klarer ist, bereut.

Wer trägt die Entscheidungskompetenz?

Unser Körperbewusstsein.

Wenn dich dies jetzt etwas verwirrt, kann ich es verstehen.

Doch wahrscheinlich triffst du bereits einige Entscheidungen mit deinem Körperbewusstsein, ohne es zu bemerken.

Ein Beispiel:

Wenn du in einem Restaurant bist und die Speisekarte „studierst“, hast du vielleicht gleich zu Beginn etwas ins Auge gefasst. Dann gehst du noch alle anderen Gerichte durch und entscheidest dich letztendlich für jene Speise, die dir gleich zu Beginn aufgefallen ist.

Wenn du jetzt den Kopf bzw. Verstand eingeschaltet hättest, hätte er dir wahrscheinlich alle möglichen Gründe aufgezählt, warum eine andere Speise für dich wohl besser wäre.

Erst durch meine Human-Design-Ausbildung habe ich gelernt, dass es unterschiedliche „Autoritäten“ – so die Sprache im Human Design – gibt, die Aufschluss darüber geben, wie Entscheidungen getroffen werden können.

Fazit: Beruhige deinen Verstand und befreie ihn von der Verantwortung, eine Entscheidung zu treffen.

Dann kann er dir ein kreativer Assistent sein bei der Frage:

„Wie setze ich diese Entscheidung um?“

Wenn du bei einer konkreten Entscheidung gerade feststeckst und herausfinden möchtest,

was für dich stimmig ist, können wir uns das auch gemeinsam in einem "EnergyTalk" ansehen.

Wenn du eine Lösung für ein Problem suchst

Auch hier kannst du dir schon vorab in Erinnerung rufen, dass dein Verstand nur auf Wissen und Erfahrungen zurückgreifen kann, die er kennt.

Und wie sagt man so schön:

Wenn der Verstand eine Lösung oder Antwort auf ein aktuelles Problem hätte, hättest du erst gar nicht dieses Problem.

Bleiben wir hier zunächst allgemein, denn für die Antwort oder Lösung auf ein Problem kommt es natürlich darauf an, um welches Problem es sich überhaupt handelt.

Kleiner Side-Step:

Das Wort „Problem“ bedeutet so etwas wie „das Vorgelegte“.

Wenn du nun vor einem Problem stehst, so bist du auch auf eine Weise fähig, hier eine Lösung zu finden – sonst wäre es dir nicht „vorgelegt“ worden. Vorausgesetzt, es ist auch deines.

Denn du kannst dir natürlich auch einfach ein Problem von jemand anderem „geschnappt“ haben, also übernommen.

Nicht selten kommt das in Familien oder Beziehungen vor. Etwa wenn du meinst, dass der andere damit überfordert wäre oder du einfach helfen möchtest.

Das ist vielleicht gut gemeint, jedoch ist es für niemanden hilfreich.

Denn du kannst nicht ein Problem lösen, welches jemand anderer als Herausforderung vorgelegt bekommen hat.

Das bedeutet nicht, dass du nicht mit Impulsen, Inspirationen oder Fragen begleiten und beitragen kannst.

Und so sind Menschen und das Leben grundsätzlich wunderbare Impulsgeber auch für dich und deine Problemlösung.

Nicht, indem du bei ihnen eine Antwort abholst. Denn die Antwort eines anderen Menschen läuft durch dessen System und dessen Filter und ist somit nicht automatisch für dich passend.

Daher lass einmal Ruhe in dein Gedankenkreisen einkehren und beschäftige dich mit etwas anderem.

Das bedeutet nicht, dass du das Problem wegschiebst.

Du kennst es ja.

Du lässt lediglich zu, dass du in deinem Kopf Freiraum schaffst, um Impulse zu empfangen, die zur Lösungsfindung beitragen.

Diese kommen oft dann, wenn du gar nicht damit gerechnet hast.

Eben weil du nicht verkrampft ständig den Fokus auf das Problem gerichtet hast.

Denn wenn deine Aufmerksamkeit ständig um das Problem kreist und du auf eine Lösung wartest, machst du dieses noch größer – und damit auch den Druck.

So schaffst du auch keinen Raum für hilfreiche, neue Impulse.

Wenn Sorgen den Kopf nicht zur Ruhe kommen lassen

Die Intensität ist wahrscheinlich vom Inhalt der Sorgen abhängig.

Vorab können wir sie einteilen in:

  • Sorgen um andere Menschen (Kinder, Eltern, Partner ...)

  • Sorgen um ein Haustier

  • Sorgen um deine Beziehung

  • Sorgen um deinen Job

  • Sorgen um deine Existenz

Und dann gibt es natürlich auch wieder die Sorgen, die du bewusst oder unbewusst anderen abnimmst und zu deinen eigenen machst.

Wenn es das Letztere ist, erkenne, dass es nicht deine Verantwortung ist, und entlasse sie sofort aus deinem System.

Sende diesen Menschen Herzensenergie, damit sie die Kraft finden, damit so umzugehen, dass es sich zu ihrem und zum Wohle aller Beteiligten klären kann.

Die Sorge um andere Menschen, die dir nahestehen, wirst du wahrscheinlich als völlig normal einstufen.

So hart es klingen mag: Deine Sorgen verstärken ihre.

Denn alles ist Energie und Energie folgt der Aufmerksamkeit.

Wenn du mit einer sorgenvollen Aufmerksamkeit bei diesen Menschen bist, stülpst du ihnen quasi noch mehr Sorgen über.

Der Schuss geht sozusagen nach hinten los.

Wenn du jetzt meinst: „Ja, aber um meine Kinder …“

Auch hier gilt: Statt in die Sorgen zu gehen, das Vertrauen zu stärken.

Das Vertrauen zu haben, dass sich alles zum Wohle aller Beteiligten klärt.

Das bedeutet nicht, dass du völlig teilnahmslos oder tatenlos bei etwas zuschauen sollst.

Es bedeutet, mit der Energie von Vertrauen demjenigen so zur Seite zu stehen, dass es sich zu seinem höchsten Wohle auflösen wird.

Und das „zum Wohle“ steht hier als neutrales Wort.

Denn niemand weiß, was für jemand anderen oder auch für dich das „Wohl“ ist.

Es könnte auch etwas sein, das uns nicht gefällt – wie zum Beispiel ein Unfall, eine Krankheit, eine Trennung …

Die Herausforderung besteht darin, dies nicht zu bewerten.

Denn oft erkennt man erst im Nachhinein, dass genau das wichtig war, um anschließend beispielsweise einen anderen Weg einzuschlagen.

Wenn es Sorgen sind, die dein Leben oder deine Existenz betreffen – Beziehung, Job, Geld, Gesundheit usw. –, dann könntest du überlegen, einen Therapeuten, Coach oder Mentor aufzusuchen.

Dein mentales "Handgepäck" für den Alltag

Vielleicht gestaltest du deinen Tag so, dass du dir immer wieder kleine „Auszeiten“ oder Ruhephasen gönnst, um eine Balance zu schaffen und den mentalen Druck immer wieder auszugleichen.

Immer wieder ein paar tiefe Atemzüge nehmen.

Mit den tiefen Atemzügen und der Berührung deines Herzens mit einer oder beiden Händen kannst du dich so auch immer wieder bewusst mit deinem Herzen verbinden und dir sagen:

„Ich vertraue meiner göttlichen Führung/meinem Höheren Selbst,

dass sich alles zu meinem und zum Wohle aller Beteiligten klären wird.“

Oft ist auch ein Raumwechsel hilfreich.

Und auch kurze Fantasiereisen können Wunder bewirken.

Die Seifenblasen-Übung

Stell dir vor, du bläst Seifenblasen.

Innerhalb der Seifenblasen befinden sich Gedanken, Sätze oder Worte.

Mit jedem Ausatmen bläst du sie in die Luft und beobachtest, wie jede einzelne Blase zerplatzt.

Das energetische Tor

Oder stell dir vor, dass sich auf deinem Kopf ein energetisches Tor öffnet – wie bei einem Druckkochtopf, bei dem das Zäpfchen hochgeht, wenn der Druck da ist – und der Überdruck in das Universum entweichen kann.

So kannst du Raum schaffen, um neue Inspirationen zu empfangen.

Und jetzt? Zurück zu dir.

Vielleicht wirst du dein Gedankenkarussell nicht jedes Mal sofort stoppen können. Und das musst du auch gar nicht.

Gedanken gehören zu uns. Und sie sind wichtig.

Die Frage ist nicht, wie du dafür sorgst, dass in deinem Kopf niemals wieder ein Gedanke kreist.

Die spannendere Frage ist:

Musst du wirklich bei jedem Gedanken mitfahren?

Du darfst beobachten, ohne einzusteigen.
Du darfst einen Gedanken weiterziehen lassen, ohne ihn zu Ende zu denken.
Du darfst eine Entscheidung vertagen, ein Problem bis morgen liegen lassen und eine Sorge zurückgeben, die gar nicht deine ist.

Und manchmal reicht dafür tatsächlich ein kleiner Moment:

Stopp. Durchatmen. Hand aufs Herz. Wahrnehmen. Zurück zu dir.

Und wenn es trotzdem wieder losgeht?

Du bist der Karussell-Betreiber – nicht das Karussell. 🎠

© Andrea Fichtner


Noch mehr Impulse für dich

📄 Blog-Beitrag: "Ist Frieden eine Illusion oder unser wahres Wesen" - Direkt zum Beitrag

▶️ YouTube-Video: "Ratlos? - Perfekt, dies ist der Anfang für ein Lebens-Upgrade" - Direkt zum Video

🔊 Podcast: "Warum Mitleid niemandem hilft" - Direkt zur Podcast-Folge oder zum Video

📚 Buchempfehlung: Taylor, Dr. Jill Bolte: Gehirn(hoch)4, Wie die Entdeckung der 4 Dimensionen des Gehirns uns zu freien Menschen macht

Anmerkung:

*) Tool von Access Consciousness®

HAFTUNGSAUSSCHLUSS

Die Inhalte meines Bewusstseins-Mentorings dienen der persönlichen und geistigen Weiterentwicklung und ersetzen keine medizinische, psychotherapeutische oder heilkundliche Behandlung. Es werden keine Heilversprechen gegeben.

Das Angebot richtet sich ausschließlich an gesunde, volljährige Personen. Solltest du unter körperlichen oder psychischen Beschwerden leiden, wende dich bitte an eine entsprechende Fachperson.

Die Teilnahme am Mentoring-Programm setzt eigenverantwortliche Lernbereitschaft voraus. Für diese Prozesse kann ich keinen bestimmten Erfolg versprechen. Ich bin hierbei lediglich Prozessbegleiterin und gebe Empfehlungen, Hilfestellungen, Muster und Anleitungen.

Die Umsetzung und das Treffen von Entscheidungen obliegen allein dir.

Du bist für deine physische und psychische Gesundheit sowohl während des Mentorings als auch in der Phase zwischen den Terminen in vollem Umfang selbst verantwortlich. Sämtliche Maßnahmen, die du möglicherweise aufgrund Mentorings durchführst, liegen in deinem eigenen Verantwortungsbereich.

Stand: 09/26